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Ein wenig zur Geschichte von Plettenberg Bay

Die Geschichte von Plettenberg Bay spiegelt ein fazinierendes und vielfältiges Bild der „Schönen Bucht (Bahia Formosa) wider. Die Menschen, die lange vor uns hier lebten, hinterließen Teile ihrer Kulturen, welche diese bekannte Stadt „Plett zu dem machen, was sie heute ist.

Während der Steinzeit

Die Nelson Bucht und die nahe des Keurboom Strandes gelegene Matjies River Höhle waren schon während der Steinzeit von Menschen bewohnt. Später lebten dort dann auch ihre Nachkommen, die Khoisans. Werkzeugutensilien, Ornamente und andere Überreste aus dieser Epoche können heute noch in diesen Höhlen besichtigt werden.

Während der Kolonialzeiten

Lange bevor Jan van Riebeek im Kap gelandet war, haben portugiesische Seefahrer die Bucht im 15. Und 16. Jahrhundert entdeckt. Der Erste Europäer war der berühmte portugiesische Navigator Bartholomew Dias, der die Seewege zwischen Europa und Asien erkundete. Daher stammen all die portugiesischen Namen, wie beispielsweise „Pic Formos – zu übersetzen als Schöner Gipfel, welcher die höchste Spitze der atemberaubenden Outeniqua Berge darstellt.

1576

Neunzig Jahre später ist der Portugiese Manell da Perestrello in der Bucht angelangt.

1630

Die ersten europäischen Einwanderer waren eine Gruppe von Seeleuten gewesen. Ihr Schiff, die Sao Concalo versank mit 150 Seeleuten im Ozean. Hundert Menschen überlebten das Unglück und fanden eine Bleibe für die nächsten acht Monate im jetzigen Piesang Valley. Während dieser Zeit hat sich diese Gruppe mit den Khoisans befreundet und Handel betrieben. Aus den Überresten des Schiffes und gefälltem Holz aus den umliegenden Wäldern baute man zwei neue Boote.
Tägliche Beobachtungen, die einer der Seemänner niederschrieb, können als Quelle dazu dienen, ein Bild von der Bucht zur damaligen Zeit nachzuvollziehen. Er schrieb, dass die Bucht reich an einer üppigen Pflanzenwelt, vielen Flüssen und unzählbar vielen wilden Tieren, wie zum Beispiel Wölfe, Büffel, Löwen, Elefanten und Affen gewesen sei.
Mit den zwei neuen Booten konnten die Seeleute schließlich wieder die Segel setzten. Sie hinterließen einen Stein (Padrao) als Denkmal für die Schiffbrüchigen. Das Schiffswrack der „Sao Concalo“ hat man 1980 gefunden. Der „Plettenberg Stein“, wie er heute genannt wird, wurde ungefähr drei Meilen von der Markierung, die der Stadthalter Joachim van Plettenberg errichten ließ, entfernt entdeckt. Der „Plettenberg Stein“ ist heute in Kapstadt im Museum zu finden.
Die überlebenden Seeleute wurden schließlich von anderen portugiesischen Schiffen aufgenommen, wovon eines tragischer Weise dann bei der Einfahrt zum Hafen von Lisabon mit der vollen Besatzung an Bord im Meer versank.

1763

Die Einwanderer, die danach folgten und sich in der Bucht niederließen, waren Bauern, Jäger und Grenzgänger aus dem Westkap gewesen.
Der erste Nevigationspunkt, um den Seefahrern ihre Position anzugeben, wurde aus Holz angefertigt und 1771 auf Beacon Island errichted. Das Original war ein quadratischer Block, mit einer Gravur, die den Breiten- und Längengrad von Plettenberg Bay angab, gewesen. Diese Markierung wurde durch einen Stein von Kapitän Sewell 1881 ersetzt.
In der Bucht errichtete man Barracken, in die 1776 die Dutch East India Company einzog. Im Jahr 1779 wurde dieser Ort, der bis dahin Bahai Formosa hieß, von Baron Joachim van Plettenberg auf den Namen Plettenberg Bay umgetauft. Im Jahr 1869 beschloss die St. Peters Kirche die Barracken zu kaufen, um in den nächsten siebzig Jahren der Gemeinde als Unterkunft zu dienen. Heute sind sie in privatem Besitz.
Im Jahre 1787/88 hat Johann Jerling ebenfalls ein Gebäude für die „Dutch East India Company“ bauen lassen. Die Ruinen sind bis zum heutigen Tag erhalten geblieben.
Um 1830 wurde Plettenberg Bay im Winter als Zwischenstation von vorbeikommenden Schiffen auf ihrer Fahrt nach Indien aufgesucht. Man schätzt, dass die Bevölkerung um 1833 bei ungefähr 400 Bewohnern lag. Der Diplomat Edmund Roberts bemerkte bei seinem Besuch in der Bucht, dass Rinder und Schafe in Mengen vorhanden seien und die Butter sowie das Holz aus bester Qualität beständen.
Ehemals gab es auf Beacon Island eine Whalestation zum Beobachten von Walen, welche 1916 geschlossen wurde. Stattdessen hat man das erste Hotel dort gebaut. Dieses wiederum musste ebenfalls weiteren Entwicklungen weichen. Das alte Hotel wurde durch das bekannte Beacon Island Southern Sun Hotel 1972 ersetzt und somit zum heutigen Wahrzeichen von Plettenberg Bay.